Treffpunkt - Gemeinde aktuell

Jahresrückblick 2012

Jugendsaal (2. Dezember)

Wie immer war es spannend bis zum Schluss: wer würde mitmachen beim Jugendsaal, um welches Thema würde es diesmal gehen und was würde unseren jungen Leuten für diesen Gemeindenachmittag wohl Besonderes einfallen?

Diejenigen, die gekommen waren, wurden nicht enttäuscht. Auch wenn sie nicht Advent als Thema gewählt hatten, war den jungen Leuten wichtig gewesen, dass auf einem Adventskranz die erste Kerze brannte; wenn man in den Saal hereinkam, waren die feierlich adventlich geschmückten Tische im hinteren Teil nicht zu übersehen (weil im Klubraum der Abschluss der Bauarbeiten vonstatten ging, fand der anschließende Kaffee im Saal statt).

Das Thema? »Geld«. Für junge Leute, die gerade am Beginn ihrer Ausbildung oder im Studium oder auch noch nicht allzu lange im Berufsleben stehen, durchaus ein essentielles Thema, denn erfahrungsgemäß hat man während der Ausbildung nie genug und dann stellen sich die Fragen möglicherweise nach der Geldanlage, Alterssicherung und vieles mehr; zudem ist die momentane Finanzkrise mehr oder weniger aufgeregt in aller Munde.

So begann auch Felix Schreiber einleitend mit der Bemerkung, dass es doch eigentlich schon im Alltag genug um Geld gehe - und dann noch ein ganzer Saal zu diesem Thema? Bei der Frage, warum denn dieses Geld eine so dominante Rolle spielt, beleuchtete er den Themenkomplex "Geld und Freiheit" näher, und stellte auf verschiedenen Ebenen fest, dass sich beide durchaus beeinflussen.

Marcel Henker stellte anhand einer Kurzgeschichte Überlegungen darüber an, dass ein Anhäufen an Freizeit viel sinnvoller sei, als gestresst vor allem die Anhäufung von Materiellem zu betreiben.

Pedro Lourenzo, der eigens aus Bremen angereist war(!), dachte über die Passage aus der Bergpredigt nach, in der es heißt, dass man nicht Gott und dem Mammon gleichzeitig dienen könne.

Melanie Henker konnte leider nicht persönlich anwesend sein, schickte aber einen Beitrag, der von Bruder Marcel verlesen wurde. Sie fragte sich: "Geld regiert die Welt - oder?" stellte fest, dass es häufig der Vergleich mit anderen ist, der Leute unzufrieden macht, und dass selbst in der Bibel Reichtum auch als Lohn Gottes interpretiert wurde.

Inga Reck-Hurioglu machte sich Gedanken zum Umgang mit Geld - und setzte dazu die Bibelstelle über das Sorgen in Beziehung. Darf man als heutiger verantwortungsbewusster Mensch wirklich alles Gott überlassen - er wird's schon richten?

Auch Christine Klingbeil hatte ihren Beitrag zugeschickt; Felix las ihn vor. Sie befasste sich mit der Frage, ob man - da dem Geld inzwischen weit größere Bedeutung beigemessen wird, als nur ein Tauschmittel zu sein - ohne Geld leben könne, und stellte ein Modell vor, in dem das Ziel ist, wegzukommen von einer Welt des Tauschens zu einer des Teilens.

Bemerkenswert, dass alle - ohne sich abgesprochen zu haben - zu der Überzeugung gelangten, dass es nicht auf die Höhe des Kontostandes ankomme, sondern allenfalls darauf, was man Gutes mit seinem Geld bewirke, und dass die Zeit, die man seinem Nächsten widme, wesentlich wichtiger sei.

Zu dem gelungenen Jugendsaal trug auch Hanna Thaler wesentlich bei, die am Flügel außer der Liedbegleitung gefühlvoll eingangs eine Nocturne von Chopin und zum Ausgang zwei Menuette von Mozart intonierte.

So bekamen wir wieder einen ganzen Blumenstrauß von Eindrücken präsentiert - und außerdem fand jeder auf seinem Stuhl einen Schokoladen-Euro (manche sogar 500!) vor mit einem Zitat zum Thema, das nachdenklich machte oder schmunzeln ließ.

An der adventlichen Kaffeetafel klang der Jugendsaal stimmungsvoll aus.

Karin Klingbeil

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