Treffpunkt - Gemeinde aktuell
Rückspiegel

Nachhaltiges Handeln praxisnah

Immer mehr Menschen bemhen sich darum, Müll, besonders Plastikmüll, zu vermeiden. Dises Ziel hatte auch unser Workshop am 20. März, der leider nur sehr spärlich besucht war. Dabei war alles, was uns Inge Blaich und Rumi Hornung vermittelt haben, interessant und, vor allem, leicht zu handhaben. Das ist für uns alle die Voraussetzung dafür, dass wir diese alternativen Praktiken auch anwenden wollen. Einiges hatte Inge ja bereits in ihrem Beitrag in der Februar-Ausgabe der Warte angesprochen, aber eine Vorführung in der Praxis, zum Anfassen, Zu­schauen und Beschnuppern, ist doch etwas anderes als nur eine theoretische Beschreibung.

Hauptthema war die Verpackung. Dass bei uns der allermeiste Müll durch die Flut von Plas­tikverpackung anfällt, wird jeder Haushalt Tag für Tag selber feststellen. Leider gibt es nicht überall Unverpacktläden, aber es werden immer mehr und bei vielen Erzeugnissen akzep­tieren Läden und Marktstände mittlerweile selbst mitgebrachte Behälter. Zum Einstieg erhielt jeder Teilnehmer von Inge einen Set von drei unterschiedlich großen, selbstgenähten Beuteln, in denen man loses Obst und Gemüse abwiegen kann. Nachhaltiges Handeln praxisnahAuch zeigte sie uns, wie man aus Zeitungspapier stabile größere Tüten faltet, in denen Biomüll gesammelt werden kann, damit im Gebrauch der Biomülleimer nicht unappetitlich ver­schmutzt.

Rumi führte uns vor, wie wir uns selber gewachste Stoffe als Ersatz von Frischhaltefolie herstellen können. Die Verwen­dung von Bienenwachs dabei ist zudem antibakteriell; durch problemlose Reinigung können diese Tücher, die sich kom­plett an frische Anschnitte anlegen und diese über Tage frisch halten, immer wieder benutzt werden. Schließlich können die­se Tücher sogar durch kurzes Aufbügeln wieder "aufgemö­belt" werden und sind dann wie neu. Diese Tücher gibt es mittlerweile in Läden und im Internet (teuer) zu kaufen - wir werden sie in unser Bastelkreisangebot aufnehmen.

Überhaupt kann man viel Verpackung einsparen, wenn man Verschiedenes selber herstellt: Als Waschmittel eignen sich z.B. Rosskastanien oder Efeublätter. Was Kosmetikprodukte angeht, so fallen beim selbst hergestellten Duschgel, Deo, Gesichtswasser, Gesichtsmaske, Heilpackung oder Haarspray nicht nur die Verpackungen weg, weil man dieselben immer wieder verwenden kann, sondern man weiß auch, was drin ist. So braucht man keine Angst vor allergischen Reaktionen zu haben; außerdem weiß man, dass kein Mikroplastik enthalten ist.

Interessenten können sich gerne melden - Inge und Rumi verraten ihre "Rezepte" auf An­frage gerne.

Karin Klingbeil

Aktuell
Sommerferienlager vom 4. - 10. August in Kandern
Mitgliederversamm­lung am 14. Septem­ber 2019
Gemeindefreizeit vom 18. - 20. Oktober in Schramberg
Jubiläumsjahr der Brüdergemeinde Korntal
Das neue Adressbüchle