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Rückspiegel

Israelreise

An der diesjährigen Israelreise vom 14. - 28. Mai nahmen 10 Personen teil, wir fuhren mit zwei Fahrzeugen durch das Land. Zweck der Reise war, bei beiden Friedhöfe nach dem Rechten zu sehen und notwendige Arbeiten durchzuführen. IsraelreiseDas war in Haifa gärtnerische Arbeit, weil der Sohn unseres verstorbenen Friedhofsgärtners zwar willens ist, die Arbeit seines Vaters weiterzuführen, er aber noch nicht die rechte Erfahrung dafür hat. In Jerusalem bedeutete es, mit dem Gärtner weitere Ab­sprachen zu treffen und den Einbau eines Tores in die rück­wärtige Mauer voranzubringen. Wir sind dankbar für die Be­gegnungen und auch die Hilfe, die uns von vielen israelischen Freunden entgegenkommt - wir durften wieder einige von ihnen treffen. Aber auch unsere Gruppe hat sich trotz Tempe­raturen zwischen 30 und über 40° nicht davon abhalten las­sen, mit vollem Einsatz auf den Friedhöfen zu arbeiten (gärt­nerisch und durch das Erneuern von Grabsteininschriften) und stundenlange, schweißtreibende Wanderungen und Be­suche von historischen und kulturellen Stätten zu unternehmen. Schön, dass auch einige junge Teilnehmer dabei waren - und vielen Dank für Euren engagierten Einsatz auf den Friedhöfen! Hier nun ein Bericht "aus australischer Sicht":

Wir hatten schon länger vor, auf eine Israelreise mitzukommen und am Anfang dieses Jahres hat sich die Gelegenheit, an der Friedhofsreise teilzunehmen, so schön angeboten, dass Jessica, Kate und ich uns entschlossen haben: jetzt gehen wir mit!

Als wir Tel Aviv ankamen, war die Wärme nur ein mildes Beispiel von dem, was noch kommen würde!

Alles war hochinteressant für uns - wir waren noch nie in Israel gewesen. Nicht nur die Sprache und die Umgebung, sondern auch die Kultur und Lebensverhältnisse waren uns fremd und ganz anders als bei uns in Australien. Zugleich war uns auch manches durch die Erzählungen und Erinnerungen von meinem Papa aus seiner Jugendzeit in Wilhelma sehr vertraut.

Schon auf der Fahrt vom Flughafen und auch weiterhin wurde der Eindruck immer stärker, dass dieses Land von je her und bis heute mehr Streit, Konflikt und Unruhe ertragen hat als ein anderes auf der Welt. Man bezeichnet Israel als das Heilige Land, aber religiös scheint hier die komplette Verwirrung zu herrschen! Dieser Eindruck war in Jerusalem in der Altstadt am stärksten. In der Grabeskirche standen hunderte von Leute in Schlangen an verschieden "heiligen" Stätten, um einen Blick auf den vermutlichen Platz zu bekommen, an dem Jesus zum Begräbnis gesalbt oder gekreuzigt wurde. Juden beteten an einer Wand, die zum 2. Tempel gehört hatte, Muslime wurden durch Lautsprecher zum Gebet gerufen - jedoch rings umher streiten sie sich... - da war ich überzeugt, dass die Menschheit total das Ziel ihrer Religion verpasst hat! Anstelle Steine anzufassen oder abzuküssen, Kirchen an jedem Eck zu bauen oder laut zu beten - wäre es nicht wichtiger, dass Menschen sich gegenseitig mit Liebe, Toleranz und in Frieden behandeln? Wir konnten das alles einfach nicht verstehen!

Templer-Friedhöfe und -Kolonien

Es war toll, die beiden Friedhöfe und so viele bekannte Namen zu sehen - wir fühlten uns gleich mit den alten Templer-Kolonien verbunden. In Jerusalem haben wir sogar den Grabstein meiner Ur-Urgroßmutter gefunden und wieder frisch gemalt!

Wir waren immer sehr begeistert, ein Templerhaus zu finden, und es war sehr interessant die Geschichten und Erklärungen zu hören, welches Haus zu welcher Familie gehörte.

Natürlich war es uns am Wichtigsten, Wilhelma und überhaupt das Richter-Haus zu besu­chen, weil da mein Papa aufgewachsen ist. Als wir die Koloniestraße hinein gefahren sind, habe ich das Richter-Haus gleich erkannt - ich hatte einen Plan und wusste ungefähr, wie es von vorne aussah. Wir besuchten zuerst Ruth Danon, die uns sehr gastfreundlich mit Saft und Kuchen versorgte und uns ihre Geschichte erzählte. IsraelreiseSie ging dann mit uns die Straße entlang und wir konnten uns so richtig die Wilhelma-Kolonie an­schauen. Das Richter-Haus war leider sehr verän­dert und umgebaut, aber es war trotzdem ein au­ßergewöhnliches Gefühl, da zu stehen, wo mein Papa einmal als Kind gespielt hat!

Jessica, Kate und ich fanden unsere Israelreise sehr toll und interessant (und auch manchmal ein bisschen anstrengend in der Hitze!). Wir haben in den 14 Tagen sehr viel gemacht und gesehen, fühl­ten uns immer gut aufgehoben und behütet und hatten viel Spaß mit den anderen in der Gruppe. Wir wollen uns sehr herzlich bei Karin, Jörg und Jörg bedanken für ihre Arbeit und Fürsorge - wir können uns nur vorstellen, wie viel Arbeit an so einer Reise hängt!

Letztens wollen wir uns auch noch herzlich bei Isabel, Jessica, Martin und Brigitte bedanken für Eure Freundschaft und Begleitung!

We’ll see ya round mates!

Susi Richter

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