Treffpunkt - Gemeinde aktuell

Jahresrückblick 2019

Dankfest - das schönste Fest im Jahreslauf (6. Oktober)

Der Herbst ist ins Land gezogen. Die Blätter vollführen ihren Tanz durch die Lüfte. Die Luft war zwar nicht so angenehm warm wie in den darauffolgenden Tagen. Doch unser Gefühl im Innern war auf die Wärme gegenseitiger Verbundenheit gerichtet. Die von künstlerischen Hän­den arrangierten Auslagen von Blumen, Blättern und Früchten von Feld und Garten auf der Saalbühne leuchteten uns ins Herz hinein. Das seit Generationen von uns gepflegte »Dank­fest« hatte am 6. Oktober wieder Einzug gehalten in unser Gemeindehaus.

Es war wie in jedem Jahr wieder das Gefühl freudigen Miteinander-Feierns eingetreten, als Karin Klingbeil Mitglieder und Gäste aus Nah und Fern begrüßte. Nach unserem gemeinsam gesungenen Eingangs-Choral sprach unser Gemeinde- und Gebietsleiter Jörg Klingbeil zum Bibelwort des Tages, dem Gleichnis vom großen Gastmahl in Lukas 14. Er interpretierte den Text als das Ultimatum Gottes an die Menschen, alle mehr oder weniger vordergründigen Geschäfte hintenan zu stellen und die Botschaft Gottes anzunehmen: Kommt, denn es ist alles bereit! Dankfest - das schönste Fest im JahreslaufAuch für uns sei hinter dem Gleichnis-Bild die zeitlose Frage erkennbar, welche Prioritäten im Leben an erster Stelle stehen. Wir sollten hier und jetzt damit beginnen, nach den Spuren des Reiches Gottes zu suchen, über Ungerechtigkeiten in dieser Welt nachzudenken und im Rahmen unserer Mög­lichkeiten etwas dagegen zu tun.

Nach den wundervollen Tönen von Irina Hor­nungs Violine ergriff Karin das Wort zur Dankfestan­sprache, in der sie auf die brennenden Fragen un­serer Zeit hinwies, auf die zahlreichen neuen Ge­fährdungen unseres Lebens in der großen Gemein­schaft der Völker. Sie wies darauf hin, dass aus un­serer Dankbarkeit eine Verantwortung und Verpflichtung dafür erwachse, uns zu informieren und alle jedem Einzelnen zur Verfügung stehenden Möglichkeiten zu ergreifen, um »guten Gewissens« dankbar sein zu können. Sie empfände auch Dankbarkeit, in unserer Gemeinde mit ihrer liberalen Glaubensauffassung leben und eine Sichtweise von Gott und Jesus offen vertreten zu können, die ihrem inneren Fühlen entspräche. Sie schloss mit der Verheißung in der Bibel: Von nun an, alle Tage der Erde, sollen nicht aufhören Saat und Ernte. Das sei das Geschenk der Schöpfung an uns, das wir nutzen sollten zum Wohl aller Geschöpfe dieser Erde.

Nach einem tief empfundenen Gebet, dem gemeinsamen Lied »Vertraut den neuen We­gen« und der Ausgangsmusik von Rumi Hornung begaben wir uns im Klubraum zum gemein­schaftlichen Mittagsmahl, das von unseren bewährten Köchinnen zubereitet worden war. Die Teilnehmerzahl war gerade so groß, dass alle einen bequemen Platz am Tisch finden konnten. Dankfest - das schönste Fest im JahreslaufEs darf nicht unerwähnt bleiben, dass wir tiefe Dankbarkeit empfinden dafür, dass sich nicht nur am Dankfest, sondern auch nach mancher »Mor­gen­feier« des Jahres, immer wieder Mitglieder zur Bereitung eines gemeinsamen Mittagessens und dem Ab- und Umräumen der Tische zur Verfügung stellen. Ich danke ihnen allen für ihren gemeinnüt­zigen Dienst.

Am Nachmittag des Dankfestes boten Jörg und Karin im Gemeindesaal noch eine Bilderschau an über die in diesem Jahr erfolgte Gruppenreise nach Israel zum Zwecke der Grabstein-Restaurierung und gärtnerischen Pflege auf den historischen Templer-Friedhöfen von Haifa und Jerusalem. Die gegenseitigen Gespräche miteinander konnten anschließend im Klubraum bei Kaffee/Tee und gespendeten Kuchen bis zum frühen Abend fortgesetzt werden. Wir waren sehr erfreut, auch zahlreiche Templer-Freunde unter uns zu haben, die unser Gemeindeleben durch ihr Interesse deutlich bereichern und die wir auf diese Weise immer besser kennen lernen können. Zu erwähnen ist unbedingt auch, dass an diesem Tag auch wieder am Basar-Tisch die außergewöhnlich hübschen selbstgefertigten kunsthandwerklichen Arbeiten ausgestellt und zum Kauf angeboten werden konnten.

Es war ein rundum gelungenes Dankfest, das ich diesmal nicht als Sprecher, sondern als Zuhörer miterleben konnte. Karin und Jörg danke ich sehr für die Übernahme meines Spre­cherdienstes. Wir Mitglieder dürfen tief dankbar dafür sein, dass wir mit den Aktiven in unserer Mitte so außerordentlich talentierte und gemeinsinnige Menschen haben. Möge der Geist täti­ger Nächstenliebe weiterhin in unserem Gemeindehaus wehen und erlebbar werden.

Peter Lange

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