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Die Warte des Tempels

Monatsschrift für offenes Christentum

Ausgabe 164/10 - Oktober 2008


Wesen und Ziel der Tempelgesellschaft

Ein Tempelvorsteher präzisiert unser Anliegen

Dr. Richard Hoffmann, Tempelvorsteher 1970 - 1988, wäre in diesem Jahr 100 Jahre alt geworden (er starb am 18. Mai 1993 in Bayswater). Er verstand es wie kaum ein anderer, das Wesentliche in der Religionsanschauung der Templer zu präzisieren. Die folgenden Ausführungen sind den von ihm (noch als Gebietsleiter der TSA) herausgegebenen »Rundschreiben« Nr. 43 (1950) und Nr. 87 (1954) entnommen.

Wir wollen eine freie christliche Religionsgemeinschaft sein. Frei nicht nur, weil wir keiner der christlichen Kirchen angeschlossen sind, sondern auch deswegen, weil unsere eigene Auffassung vom wesentlichen Inhalt der Botschaft Christi in manchen Punkten von dem abweicht, was die christlichen Kirchen als gleichfalls wesentlich lehren.

Wir gehen zurück auf die von Jesus verkündete Grundwahrheit, die unser Herz anspricht, auf die gefühlsmäßige Gewissheit der Existenz Gottes als dem Schöpfer alles irdischen Wesens, jener oberhalb unserer eigenen verstandesmäßigen Erkenntnismöglichkeit wirkenden geistigen Macht, die uns Christus durch das Bild des himmlischen Vaters aller Menschen näher zu bringen versuchte.

Wie alle Werke der Schöpfung ihm ihr Dasein verdanken, so haben auch wir aus seiner Hand Leben und Vernunft erhalten, um unser Leben in freier Verantwortung zu gestalten. Gott ist in allen seinen Werken. Er ist auch in uns und redet zu uns mit der Stimme unseres Gewissens nach Maßgabe unserer entwicklungsmäßig bedingten Verfassung und Vernunft.

Wenn wir diese innere Stimme unterdrücken oder ertöten, verlieren wir Gott und den Rang, den er uns als vernunftbegabten Wesen verliehen hat. Vermögen wir, unsere Lebensführung in Gleichklang mit unserem Gewissen zu bringen, so sind wir auf dem rechten Weg, an dessen Ende die hohe Forderung Jesu steht: Ihr sollt vollkommen sein, wie euer himmlischer Vater vollkommen ist.

Aus dieser Grundwahrheit folgt, dass nicht nur wir selber, sondern auch unsere Nächsten Geschöpfe Gottes sind, die zu gleicher Erkenntnis berufen sind. So jemand spricht: Ich liebe Gott, und hasst seinen Bruder, der ist ein Lügner! Deshalb ist die Nächstenliebe das zweite Gebot des Christentums.

Du sollst deinen Nächsten lieben wie dich selbst. Damit erkennt Jesus den natürlichen Egoismus als Lebensnotwendigkeit an, beschränkt ihn aber gleichzeitig im Interesse des Nebenmenschen und gibt dadurch einen gerechten und befreienden Weg zum richtigen Verhältnis der Menschen zueinander. Er setzt dem schrankenlosen Egoismus seine Grenze in der den Nebenmenschen als Geschöpfen Gottes geschuldeten Rücksicht; er setzt der grenzenlosen Rücksicht auf den Nächsten die Schranke in der Pflicht zur Wahrung der eigenen Würde als Gottesgeschöpf.

Wir lehren und bekennen, dass in der Bejahung und Betätigung dieser beiden Gebote das Reich Gottes beschlossen ist; wir erblicken in der Arbeit auf dieses Reich hin die der Menschheit gestellte Aufgabe und schließen uns zu Gemeinden zusammen, um an seiner Verwirklichung auf Erden nach dem Beispiel des im Evangelium geschilderten Christus zu schaffen. Deshalb ist das Losungswort der Tempelgesellschaft aus Mt 6,33 gewählt; deshalb sprechen wir vom Tempel Gottes in der Menschheit; deshalb kennen wir keine Dogmen und Sakramente und betonen das Tun des göttlichen Willens im täglichen Leben. Wir wissen sehr wohl, dass wir hierin ständig fehlen, aber wir vertrauen darauf, dass über uns gnädig entschieden wird, wenn unser Streben ernsthaft war.

Wir streben die Schaffung und Ausbreitung einer auf dieser Grundlage aufgebauten Gemeinschaft an. Aber niemand kann eine Gemeinschaft schaffen, der nicht zuvor die Idee dieser Gemeinschaft in sich selber erlebt und erkannt hat, so wenig wie der Künstler ein Kunstwerk schafft, dessen Idee ihm nicht vorher aufgegangen ist. Wer eine christliche Gemeinschaft im Sinn der TG bilden will, muss zuerst selber Christ und Templer - unserer Ansicht nach dasselbe - sein. Er muss »Gemeinschaft mit Gott« haben. Das ist vermutlich ein zu anmaßender Ausdruck dem höchsten Wesen gegenüber, wenn wir uns unseres eigenen unendlich kleinen Wertes bewusst bleiben. Wir meinen damit auch nur ein Verhältnis, wie es Kinder dem Vater gegenüber haben, das Gefühl herzlicher, wenn auch ehrfurchtsvoller Liebe und vollen Vertrauens in seine Weisheit und Güte und das innerliche Bedürfnis, seinem Willen gehorsam zu sein. Gott spricht zu uns in seinen Werken, in der unbeschreiblichen Größe der Schöpfung, in all dem, was der Mensch an materieller und geistiger Leistung vollbracht hat, und in der leisen Stimme des Gewissens in uns; wir nahen ihm im Gebet, im Bewusstsein unserer Unvollkommenheit und im Vertrauen auf seine Güte, auch dann, wenn wir seine Wege nicht verstehen.

In vielen Glaubensgemeinschaften gilt die Lehre, dass solcher »Gemeinschaft mit Gott« die Berührung mit dem Alltagsleben hinderlich ist. Die zahlreichen christlichen und nichtchristlichen Einsiedler und Klöster sind eine konsequente Folgerung aus solcher Lehre. Der Eremit, der sich von der Welt absondert und so bedürfnislos als überhaupt möglich lebt, der Mönch, der sich hinter Klostermauern einschließt, um Zeit für die Versenkung in Gott zu finden und dessen Unterhalt von frommen Stiftungen bestritten wird, damit er diese Zeit haben möge, führen ein Leben harter Askese und der Beschauung, was nicht dasselbe wie Beschaulichkeit ist.

So mancher hat in dieser Weltflucht innere Ruhe gefunden, und es mag einen mitunter die Sehn-sucht nach einem solchen Leben überkommen. Aber das hindert nicht, dass es sich doch in den meisten Fällen um eine Weltflucht handelt; außerdem dürfen wir berücksichtigen, dass u.a. Luther gesagt hat, wenn jemand durch Möncherei selig werden könne, er sich anheischig machen wolle, derjenige zu sein. Er hat mit seinem Mönchstum Ernst gemacht und doch den gesuchten Frieden nicht gefunden.

Wir meinen außerdem, dass Gott die Menschen nicht in die Welt gesetzt hat, damit sie sich von ihr abschließen, sondern damit sie in ihr wirken. Gewiss ist dem Menschen von Zeit zu Zeit eine innerliche Einkehr nötig, die nur durch Ausschaltung störender äußerlicher Einflüsse normalerweise zu erzielen ist; gewiss muss der im Tagesleben stehende Mensch von Zeit zu Zeit Abstand von den Tagesdingen gewinnen, um sich »seiner Seele« widmen zu können, aber doch nur, um hierdurch neue Kraft für das tägliche Leben zu gewinnen, in dem er seine Aufgabe zu lösen hat, und das ist etwas anderes als Einsiedlertum und Klausur.

Es mag sein, dass das weltabgewandte Leben der Erfüllung des ersten Gebots des Christentums, nämlich der Liebe zu Gott, förderlich ist, aber diese Lebensweise schließt von der Gemeinschaft mit den Nächsten ab und dieser Gemeinschaft gilt das zweite christliche Gebot, die Nächstenliebe. Das ist keine abstrakte Liebe, sondern sie richtet sich auf die Nebenmenschen wie sie sind. Wer sich von ihnen prinzipiell abschließt, und zwar für dauernd, geht m.E. an seiner Bestimmung vorüber, denn er wird nur in den seltensten Fällen ein wirklichkeitsnahes Verhältnis zu ihnen zu gewinnen vermögen.

Wenn dennoch der eine oder andere Eremit oder Mönch für das Reich Gottes auf Erden von Bedeutung wurde, so wurde er dies im Gegensatz zu dem Prinzip seiner Lebensweise, nämlich durch die Wirkung, die er auf die Umgebung ausübte, und dies setzt wieder voraus, dass er mit ihr in Verbindung getreten ist und das, was er in der Abgeschlossenheit gewann, ihr zugänglich machte. In diesem Sinn haben die Klöster lange Zeit höchst segensreich gewirkt, indem sie der Bevölkerung ein Maß an Unterricht auf geistigem und handwerklichem Gebiet vermittelten, das anderweitig nicht hätte erlangt werden können.

Wir sagen also, dass Christus nicht die Abschließung gelehrt hat, sondern dass er von seinen Anhängern die Errichtung des Reiches Gottes auf dieser Erde, also in der Welt, forderte. Das lässt sich aus den vorhandenen Urkunden leicht beweisen, denn sie schildern sein eigenes Leben und berichten viele seiner hierauf bezüglichen Worte. Wenn er vor der Welt warnte - was er tat -, so wollte er damit nicht die Abschließung anraten, sondern auf den Unterschied zwischen »weltlicher« und christlicher Gesinnung hinweisen. Die Umkehr von der weltlichen zur christlichen Lebensweise, die Sinnesänderung, war ihm wesentlich, und zwar die Sinnesänderung des in dieser Welt lebenden Menschen.

Wir lehren deshalb, dass es für den Templer darauf ankommt, diese Sinnesänderung zu vollbringen und ein Leben in dieser Welt zu führen, Gott und den Nächsten zu lieben, das Kind-schaftsverhältnis zu Gott zu erlangen und das richtige Verhältnis zur Umwelt zu besitzen.

Richard Hoffmann


BIBELWORTE – NÄHER BETRACHTET

Das Fundament unseres Lebenshauses

»Darum, wer diese meine Rede hört und tut sie, der gleicht einem klugen Mann, der sein Haus auf Fels baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, fiel es doch nicht ein; denn es war auf Fels gegründet. Und wer diese meine Rede hört und tut sie nicht, der gleicht einem törichten Mann, der sein Haus auf Sand baute. Als nun ein Platzregen fiel und die Wasser kamen und die Winde wehten und stießen an das Haus, da fiel es ein und sein Fall war groß« (Matthäus 7, 24-27)

Jesus wählt für seinen Vergleich am Ende der Bergpredigt ein Bild aus dem Alltag, das ihm als gelerntem Zimmermann ebenso vertraut gewesen sein wird wie seinen Zuhörern. Ihm geht es aber nicht direkt um leichtsinnige Bauherrn von Häusern aus Stein und Holz, sondern um unser »Lebenshaus«, für das seine Lehre eine tragfähige Grundlage bietet, die den Stürmen und Unwettern des Lebens trotzt. Für ihn ist Hören und Tun dabei eine Einheit, denn Wort ohne Tat bleibt Theorie und guter Wille. Meint er aber, wir sollten die ganze Bergpredigt wortwörtlich umsetzen, mit allen ihren radikalen Herausforderungen? Beispielsweise die Forderung, ohne Sorgen um den kommenden Tag zu leben, die andere Backe hinzuhalten, wenn die eine geschlagen wird, auch noch den Mantel herzugeben, wenn einem der Rock geraubt wird, und nicht zuletzt: seine Feinde zu lieben? Wer kann dies alles erfüllen? Kein Wunder, dass die Zuhörer sich entsetzten, wie es im Anschluss an unsere Bibelstelle heißt, weil Jesus so ungewohnt und radikal predigte. Sicher, zunächst macht die Bergpredigt auch uns bewusst, wie sehr wir hinter dem zurückbleiben, was Jesus als Anspruch für eine Teilhabe am Reich Gottes formuliert. Dennoch gibt es keinen Grund mutlos zu werden. Die Botschaft von der unbedingten Liebe Gottes will auch uns Mut machen: Sie kann uns von der Angst zu verlieren befreien, denn wenn die, die nach menschlichem Maßstab Verlierer sind, bei Gott gewinnen, dann kann man nicht wirklich ver-lieren. Sie kann von der Vergötzung der Leistung und des Besitzes befreien, denn wenn die, die nichts können und nichts haben, das Reich Gottes erlangen, dann darf es eigentlich keine Angst vor eigenen Unzulänglichkeiten und vor materiellem Verlust geben. Mit der goldenen Regel gibt uns Jesus in der Bergpredigt zudem ein Patentrezept für ein gelungenes Leben: Alles nun, was ihr wollt, dass euch die Leute tun sollen, das tut auch ihnen! Jesus hält uns mit der Geschichte vom stabilen Fundament den Spiegel vor: Worauf ist unser Leben gegründet? Sorgen wir uns nicht häufig mehr um die Fassade und um das oberflächliche Erscheinungsbild als um den Tiefgang unseres Lebens? Und er bietet zugleich ein tragfähiges Alternativprogramm: Wir sind von einem liebenden Gott so angenommen, wie wir sind, und können deshalb auch uns und andere annehmen. Ein besseres Fundament für unser Leben gibt es nicht.

Jörg Klingbeil


Leserecho

Zu den Beiträgen »Wie sind deine Werke so groß und viel« und »Mit Gott per du?« (»Warte« Sept. 2008)

Haben Sie herzlichen Dank für die Übersendung eines Exemplars Ihrer Zeitschrift. Ich bin sehr erfreut über die sehr schöne Zusammenstellung mit dem Beitrag von Frau Dr. Hoffmann. Beiden Texten liegt viel gemeinsames Gedankengut zugrunde, zum Beispiel

  • dass die Unterschiede im Gottesbild (Pantheismus, Panentheismus) letztlich gar nicht so wichtig sind, solange Gott mit allem Lebendigen verbunden bleibt,
  • dass Naturkatastrophen keine Widerlegung göttlicher Absicht darstellen, sondern ein Teil von ihr sind: notwendig zur evolutionären Entwicklung,
  • dass also Tod und Leid Teil der göttlichen Ordnung sind,
  • dass wir Bilder benötigen, ohne sie aber wörtlich zu deuten.

Ich freue mich sehr über diese angenehme Nachbarschaft.

Klaus Simon, Grümpen (Thüringen)

Zum Beitrag »Warum Mitglied in der TGD?« («Warte« Sept. 2008)

Der Artikel von Frau Klingbeil trifft ein allgemeingültiges Thema. Aus meiner persönlichen Sicht ist für das Wachstum des Reiches Gottes eine explizite Organisationsstruktur nicht zwingend erforderlich. Sie könnte nur indirekt wirksam sein. Mir scheint jedenfalls das individuelle und direkte Wirken jedes Einzelnen im Sinne des R.G. effektiver zu sein.

Abgesehen davon wäre für meinen Teil die Unterwerfung unter einen satzungsgemäß festgeschriebenen Gruppenzweck, wenn er nicht weit genug formuliert ist, aus verschiedenen Gründen eher kontraproduktiv als nützlich. Zum kritisch beäugten und gar ausgegrenzten Dissidenten wird man schnell. Das gilt es zu vermeiden.

Allenfalls könnte aus meiner Sicht nur eine inhaltlich liberale und formal sehr lockere Struktur als Dienstleister, Zurüster und Ermutiger, nicht aber als Selbstzweck, sinnvoll sein.

Hermann Luther, Nürnberg


Aus dem Tagebuch des TGD-Archivs

Die Tagebuch-Einträge erscheinen in der »Warte«, damit die Leser einerseits über unsere historische Arbeit unterrichtet sind und sie andererseits Hinweise und Ergänzungen dazu geben können.

  • Frau Sander aus Heidelberg fragt an, ob wir ihr Näheres über die Tätigkeit ihres Vaters Karl-Wilhelm Ehmann (geb. 1899 in Möhringen) sagen könnten. Nach vorliegenden Dokumenten war Karl-Wilhelm Ehmann von 1930 bis 1934 Schulleiter der Deutschen Schule Jaffa-Sarona. Erinnert sich jemand unter unseren Lesern an diesen Lehrer?
  • Eine Urenkelin des Templers Theodor Seth Wennagel (geb. 1876 in Sarona) erkundigt sich nach weiteren Verwandten der Familie. Auf Bildern der Familie Imberger ist er als 12-Jähriger zu sehen. Ein Vermerk besagt, dass er seine Eltern verloren hatte und von Gottlieb und Sophie Gohl aufgenommen wurde. Wir haben seine Eltern noch nicht sicher feststellen können.
  • Dr. Michael Schäbitz, Berlin, teilt mit, dass er im Auftrag des Deutschen Vereins vom Heiligen Lande an einer Karte der deutschen und österreichischen Bauten in Jerusalem arbeite und gerne auch Gebäude der Tempelkolonie aufnehmen wolle. Wir haben ihm historische Fotos übermittelt und hoffen, dass wir nach Fertigstellung ein Exemplar dieser Karte erhalten.
  • Ein Architekt aus Tel-Aviv ist mit der Restaurierung des Gebäudes der Tempelbank in Jaffa befasst und möchte Geschichte des Hauses und des Erbauers Hermann Imberger dokumentieren.
  • Mit der freundlichen Hilfe des Familienforschers Helmut Arnold, Konstanz, arbeiten wir an einer Auflistung der Jerusalemsfreunde aus den Filderorten mit Angaben, wann sie aus Württemberg ausgewandert sind.
  • In Jerusalem gibt es jetzt geführte Touren durch die Deutsche Kolonie. Gezeigt werden die Denkmalschutz-Bemühungen und die besondere Bauweise der deutschen Siedler. Historische Erklärungen gibt Rafi Kfir. Die Führungen sind kostenlos und man braucht sich dafür nicht anzumelden.
  • Mein letztjähriges Referat über die »Handwerker von Jerusalem« wird demnächst in einem Tagungsband in Israel zweisprachig erscheinen. Die Korrektur aller gehaltenen Referate wurde von Dr. Jakob Eisler vorgenommen.

Peter Lange


Warrina-Heim in Bayswater eröffnet

Von der feierlichen Eröffnung dieses Erweiterungsbaus am 29. August, die mit der Verabschiedung des scheidenden TTHA-Geschäftsführers Dr. Martin Schreiber und der Einführung seines Nachfolgers Johannes Achilles verbunden war, liegen uns schon die ersten persönlichen Eindrücke vor.

Die Feier ist als außerordentlich schön bezeichnet worden. Die Gemeindekapelle war bis zum Rand gefüllt mit Templern und Gästen, unter ihnen auch die deutsche Konsulin und ein Parlamentsabgeordneter. Exotische australische Blumengebinde wirkten großartig vor der weißen Wand. Dr. Irene Bouzo, neuerdings hauptberuflich tätig im Ethnic Communities Council of Victoria, führte souverän durch das Programm. Sie wird als »total professionell« charakterisiert und leitete die Veranstaltung »mit Humor und deutlicher Stimme«.

Die Erweiterung bringt dem Heim zusätzliche 36 Betten und ein neues Speisezimmer, einen Friseursalon, ein Internet-Café, einen Unterrichtsraum und ein Kinderbetreuungszimmer. Man hat ökologisch gebaut mit Sonnenkollektoren und Regenwasser-Tank (für Toiletten- und Gartengebrauch).

Australische Schulkinder sangen auf Deutsch, als Dr. Schreiber mit viel Anerkennung für seine Erfolge und mit kleinen Geschenken verabschiedet wurde.

Peter Lange

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