| 1854 |
(Juli) Aus den pietistischen Kreisen um die Internatsschule »Salon« bei Ludwigsburg gruppiert sich ein »Freiwilliger Ausschuss für Sammlung des Volkes Gottes«, bestehend aus: Christoph Hoffmann, Christoph Paulus, Georg David Hardegg und Louis Höhn |
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(24. August) Etwa 200 Anhänger gründen in Ludwigsburg die »Gesellschaft für die Sammlung des Volkes Gottes in Jerusalem« |
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(31. Oktober) In einer von 439 Mitgliedern der »Gesellschaft« unterschriebenen Bittschrift an die Deutsche Bundesversammlung wird eine Ansiedlung in Palästina nach dem Vorbild der ersten apostolischen Gemeinde angekündigt und um staatliche Unterstützung gebeten (das geplante Werk solle »zur Sache der deutschen Nation« gemacht werden) |
| 1855 |
Entwurf einer »Verfassung des Volkes Gottes« durch Christoph Hoffmann - Veröffentlichung eines »Aufrufs an Christen und Juden zur Unterstützung der Sammlung des Volkes Gottes in Jerusalem« - Hoffmann gibt seine »Geschichte des Volkes Gottes als Antwort auf die soziale Frage« heraus - Entstehung des Lieds »Trachtet, ruft mit ernstem Worte« von Christoph Hoffmann (später zum Losungslied der Templer gewählt) |
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(August) Christoph Hoffmann, Christoph Paulus und Georg David Hardegg nehmen an einer Tagung der Evangelischen Allianz in Paris teil und erläutern dort die Grundgedanken der Sammlung des Volkes Gottes |
| 1856 |
(Februar) Erwerb der Wohnhäuser und Landwirtschaftsflächen des Weilers Kirschenhardthof bei Erbstetten zwecks Gründung einer ersten »Probegemeinde« der Jerusalemsfreunde |
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(2. Juli) Grundsteinlegung für den Versammlungssaal der Probegemeinde - Diese Gemeinde wird zum neuen Mittelpunkt der Reformbewegung - Eröffnung dreier Erziehungsanstalten |
| 1858 |
(14. März) Eine Kommission der Jerusalemsfreunde zur Erforschung der Siedlungsmöglichkeiten in Palästina betritt in Jaffa den Boden des Heiligen Landes; die Mitglieder Chr. Hoffmann, G.D. Hardegg und J. Bubeck berichten darüber am 8. September im Kursaal in Bad Cannstatt |
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Gründung einer »Evangelistenschule« in Kirschenhardthof für Zwecke der Mission |
| 1859 |
Christoph Hoffmann und - kurz danach - die ganze Gemeinde Kirschenhardthof werden aus der Evangelischen Landeskirche ausgeschlossen |
| 1860 |
(8. Februar) Auf der ersten Synode der Jerusalemsfreunde in Kirschenhardthof (etwa 400 Teilnehmer) wird die Fortführung des Reformkurses beschlossen und bei König Wilhelm I. von Württemberg gegen den Kirchenausschluss Einspruch erhoben |
| 1861 |
(19./20. Juni) Bei einer vorbereitenden Versammlung zur dritten Synode entscheiden sich 64 Männer zur Gründung einer selbständigen religiösen Organisation mit der Bezeichnung »Deutscher Tempel« - Es wird ein zwölfköpfiger »Rat der Ältesten« aus verschiedenen Orten und Bezirken gebildet, dem Christoph Hoffmann als »Bischof« vorsteht. G.D. Hardegg leitet weiterhin den »Ausschuss für den Bau des Tempels in Jerusalem« |
| 1863 |
In Buffalo schließen sich Jerusalemsfreunde aus verschiedenen amerikanischen Bundesstaaten zu einer Gemeinschaft der Templer in Amerika zusammen; die Leitung übernimmt ein dreiköpfiger Ausschuss (W.F. Schwilk, C. Kiesel, A. Struve) |
| 1867 |
Auf eigene Faust ziehen die ersten Templergruppen nach Palästina, um landwirtschaftliche Siedlungen zu errichten - In Chnefiß und Samunieh, am Westabhang der Hügel von Nazareth, werden die ersten Häuser gebaut - Große Schwierigkeiten, Krankheit und Mangel an Organisation stellen sich dem Unternehmen in den Weg; 15 Personen erliegen den ungesunden Bedingungen |
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Hardegg reist zu Henri Dunant, dem Begründer des Roten Kreuzes, nach Paris, um den von Dunant geleiteten Ausschuss des Internationalen Vereins für Palästina um Vermittlung beim Erwerb von Siedlungsland zu bitten |
| 1868 |
(26. Juli) Abschiedsversammlung auf dem Kirschenhardthof von über tausend Teilnehmern für Christoph Hoffmann und G.D. Hardegg, die wenige Tage später mit ihren Familien nach Haifa in Palästina übersiedeln |
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Übersiedlung deutschstämmiger Templer aus den Mennoniten-Gemeinden an der Molotschna (Ukraine) in zwei neue Tempelgemeinden an der Kuma (Nordkaukasus): Tempelhof und Orbeljanowka. Tempelgemeinden bilden sich auch in den Mennoniten-Kolonien Wohldemfürst und Alexanderfeld am Kuban (Nordkaukasus) |
| 1869 |
(23. September) Grundsteinlegung für das erste Haus der Tempelkolonie Haifa |
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Die ersten Templer lassen sich in Jaffa nieder, wo durch Übernahme einer aufgegebenen amerikanischen Siedlung die »Tempelkolonie Jaffa« entsteht - Chr. Hoffmann übersiedelt dorthin - Erste Anfänge eines Templer-Krankenhauses unter Leitung des Arztes Dr. Gottlob Sandel |
| 1870 |
Christoph Hoffmann veröffentlicht seine Schrift »Über die Grundlagen eines dauerhaften Friedens« und entwickelt darin seine Vorstellungen einer »neuen Konfession« |
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(März) Einweihung des Gemeindehauses in Haifa |
| 1871 |
(18. Oktober) Für die ersten Häuser der »Tempelkolonie Sarona« in der Nähe von Jaffa werden die Grundsteine gelegt |
| 1873 |
In der Rephaim-Ebene bei Jerusalem entstehen die ersten Anfänge einer weiteren Tempelsiedlung |
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(Oktober) Christoph Paulus reist von Kirschenhardthof nach Palästina ab - Damit hört der Kirschenhardthof auf, Mittelpunkt des Tempels in Württemberg zu sein - Die Zentrale der Gesellschaft in Deutschland wird nach Stuttgart verlegt |
| 1874 |
(31. März) G.D. Hardegg tritt wegen Meinungsverschiedenheiten in grundsätzlichen Fragen aus der Tempelgesellschaft aus und stellt sein Amt als Vorsteher der Tempelgemeinde Haifa zur Verfügung - Sein Nachfolger wird der aus Amerika eingewanderte Jakob Schumacher - Christoph Hoffmann wird alleiniger Vorsteher der Tempelgesellschaft (TG) - Jaffa wird zum religiösen Zentrum der Gesellschaft |
| 1875 |
Chr. Hoffmann gibt »Occident und Orient« heraus, eine »kulturgeschichtliche Betrachtung« mit einer Zusammenfassung des Tempelglaubens und einer Beschreibung des Siedlungswerks |
| 1876 |
(Herbst) Gründung des »Tempelstifts« in Jaffa, einer »höheren Bildungsanstalt für junge Männer, die sich zu einer umfassenderen Wirksamkeit für den Tempel vorbereiten wollen« |
| 1877 |
Chr. Hoffmann veröffentlicht drei »Sendschreiben«, in denen er sich mit kirchlichen Lehrinhalten auseinandersetzt und Dogmen und Sakramente für die Templer als unverbindlich erklärt |
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Die »Süddeutsche Warte« ändert ihren Namen in »Warte des Tempels« und versteht sich nun als »Organ« der Templer |
| 1878 |
(Frühjahr) Chr. Hoffmann zieht nach Jerusalem um und verlegt Zentrale und Höhere Schule (»Lyzeum Tempelstift«) dorthin - Der Tempel hat einen neuen Mittelpunkt gefunden |
| 1881 |
Chr. Hoffmann, sein Sohn Dr. Samuel Hoffmann und Konsul Jakob Schumacher unternehmen eine Reise zu den nordamerikanischen Tempelgemeinden |
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(31. Oktober) In Jerusalem wird die Theologische Akademie des Tempelstifts eröffnet |
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Einweihung des Gemeindehauses von Jerusalem |
| 1885 |
(8. Dezember) Christoph Hoffmann stirbt in Jerusalem - Sein Nachfolger als Tempelvorsteher ist seit 1884 Christoph Paulus |
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Gründung der Gemeinde Tempelfeld in Kansas (USA) |
| 1886 |
Die »Hoffmann-Stiftung« wird gegründet; sie soll der Jugend zu Ausbildungszwecken Darlehen gewähren |
| 1887 |
(10. Juli) Beim Kaiserlichen Konsulat in Jerusalem wird die »Zentralkasse des Tempels« als wirtschaftliches Institut eingetragen (Gründer sind: Heinrich Gottlieb Aberle und Christoph Hoffmann II) |
| 1889 |
Ein Tempelgesangbuch wird herausgegeben |
| 1890 |
Chr. Paulus scheidet aus der Leitung der Tempelgesellschaft aus - Christoph Hoffmann II, ein Sohn des Gründers, wird zum neuen Vorsteher gewählt - In einer allgemeinen Tempelversammlung wird die erste endgültige Verfassung verabschiedet |
| 1892 |
Gründung von »Walhalla« als einer Zweigniederlassung der Tempelgemeinde Jaffa |
| 1893 |
Abspaltung der »Freien Tempelgemeinde« in Haifa von der Zentralleitung infolge von Meinungsverschiedenheiten über Ziel und Aufgabe der Tempelgesellschaft |
| 1897 |
Aufgabe der Tempelsiedlungen Tempelhof und Orbeljanowka im Kaukasusgebiet und Umzug in die Neugründungen Olgino und Romanowka in der Suchaja-Padina-Steppe |
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Bau der ersten Häuser in »Neuhardthof«, einer Niederlassung der Tempelgemeinde Haifa, auf Ländereien, die schon einige Jahre vorher erworben worden waren |
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(April) Wiedereingliederung der »Freien Tempelgemeinde« in die Gesamtgemeinschaft |
| 1898 |
Besuch Kaiser Wilhelms II. in Palästina - Landung in Haifa und Empfang des Kaiserpaares durch die deutschen Siedler - Dem Monarchen wird bei einer Audienz in Jaffa von den Siedlern ein »Album« mit Gemälden der Tempelkolonien (des Malers Gustav Bauernfeind) überreicht |
| 1899 |
(Sommer) Reise des Tempelvorstehers Hoffmann II, zusammen mit Schumacher und Wieland, nach Deutschland - Audienz bei König Wilhelm II. von Württemberg - Vortrag der Anliegen der Templer: Wiederzuerkennung der deutschen Staatsangehörigkeit an solche Siedler, die früher darauf verzichtet hatten; finanzielle Hilfe für eine gemeinsame höhere deutsche Schule in Jerusalem; Gewährung des Rechtsstatus einer juristischen Person für die Zentralkasse |
| 1900 |
(14. Mai) Gründung einer »Gesellschaft zur Förderung der deutschen Ansiedlungen in Palästina« in Stuttgart (als Initiative des Freiherrn von Ellrichshausen), wohlwollende Förderung durch König Wilhelm II., Einlagekapital: 128 500 Mark |
| 1903 |
(13. April) Einweihung der neuen »Tempelkolonie Hamidije-Wilhelma« in der Nähe von Jaffa |
| 1905 |
(1. Mai) Die beiden von Evangelischer Kirche und Tempel geführten Schulen in Jerusalem vereinigen sich |
| 1906 |
(15. September) Feierliche Besitzübernahme eines Geländes in Galiläa zur Gründung der »Tempelkolonie Betlehem« |
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Dem im April 1904 gegründeten »Verein der Tempelgesellschaft« (dem Nachfolge-Institut der »Zentralkasse des Tempels Aberle-Hoffmann«) wird vom Bundesrat in Berlin die Rechtsfähigkeit zugesprochen |
| 1909 |
Gründung einer Landwirtschaftsschule in Wilhelma |
| 1911 |
(10. Januar) Chr. Hoffmann II gestorben - Sein bisheriger Stellvertreter Christian Rohrer wird zum Tempelvorsteher gewählt |
| 1914 |
(19. April) Ähnlich wie in Jerusalem kommt es auch in Jaffa zu einer Vereinigung der beiden Schulen der evangelischen Gemeinde und der Tempelgesellschaft |
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(5. Oktober) Haifa folgt mit der »Deutschen Schule in Haifa« diesem Beispiel |
| 1917 |
Britische Truppen besetzen die deutschen Siedlungen in Palästina - Die »Jerusalemer Warte« muss ihr Erscheinen wegen der politischen Ereignisse einstellen |
| 1918 |
850 Einwohner der Südkolonien werden nach Ägypten gebracht und dort interniert |
| 1919 |
Über 300 Personen werden aus ägyptischen Internierungslagern zwangsweise nach Deutschland gebracht |
| 1920 |
(25. Juli) Eine 29-köpfige Wiederaufbaukommission der in Ägypten internierten Templer reist nach Palästina ab |
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(8. September) Auch die restlichen 388 in Ägypten Internierten dürfen die Heimreise antreten |
| 1921 |
(13. Januar) Landung der aus Deutschland zurückkehrenden Siedler in Jaffa |
| 1922 |
An die Stelle des »Vereins der Tempelgesellschaft« tritt als wirtschaftliches Institut die »Zentralkasse der Tempelgesellschaft (Temple Society Central Fund) Limited« mit Eintragung im »Register of Companies« in Jerusalem und mit den Rechten einer juristischen Person |
| 1924 |
(13. Dezember) Gründung der »Bank der Tempelgesellschaft (Bank of the Temple Society) Ltd.« als allgemeines Kreditinstitut für Palästina mit Sitz in Jaffa |
| 1928 |
Einrichtung einer Aufbauklasse (Unter- und Obersekunda) an der Höheren Schule in Jerusalem zur Vorbereitung auf das Abitur an deutschen Gymnasien |
| 1929 |
(2. Juni) Vereinigung der beiden Tempelgemeinden Jaffa-Walhalla und Sarona - Ebenso werden die beiden Schulen zusammengelegt |
| 1932 |
Schaffung einer Pensionskasse für Lehrer und Beamte im Dienst der TG - Gründung einer »Notgemeinschaft der Tempelgesellschaft« zum Schutz der Mitglieder vor äußerster Not |
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(20. August) Das »Palästinaheim« der Tempelgesellschaft (Tempelklub) in Stuttgart wird feierlich eingeweiht |
| 1935 |
Philipp Wurst, langjähriger Stellvertreter Christian Rohrers, wird nach dessen Tod neuer Tempelvorsteher - Eine neue revidierte Verfassung wird verabschiedet - Jon Hoffmann wird zum neuen Gebietsleiter in Deutschland berufen |
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Besuch des Tempelvorstehers, zusammen mit Wilhelm Aberle, beim Leiter der NSDAP-Auslandsorganisation in Berlin, um seine Sorge um eine Einmischung der Partei in die Angelegenheiten der Tempelgesellschaft vorzutragen |
| 1937 |
Fusion des Lyzeums Tempelstift mit der deutsch-evangelischen Schule in Jerusalem zur »Deutschen Schule Jerusalem« (Schulleiter ist Philipp Wurst) |
| 1939 |
Mit Beginn des Zweiten Weltkriegs neue Internierung der Deutschen in Palästina - Die wehrfähigen Männer werden in getrennten Lagern untergebracht |
| 1941 |
(7. Februar) Philipp Wurst in Wilhelma gestorben - Sein Nachfolger wird der bisherige Stellvertreter Nikolai Schmidt (eine reguläre Neuwahl muss wegen der Kriegsverhältnisse unterbleiben) |
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Ein Transport von 665 Internierten wird von den britischen Mandatsbehörden in das Lager Tatura in Victoria (Australien) gebracht |
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In mehreren Austauschtransporten reisen Gruppen von Templern aus Palästina nach Deutschland ab |
| 1946 |
Protest der Zentralleitung der Tempelgesellschaft in Palästina beim Büro des Roten Kreuzes in Genf gegen die beabsichtigte Repatriierung der restlichen Templer nach Deutschland |
| 1947 |
Das Interniertenlager Tatura wird aufgelöst - Die dortigen Templer siedeln sich in Australien an, weil keine Rückkehr nach Palästina möglich ist |
| 1948 |
Wegen des Bürgerkriegs müssen die noch in Palästina weilenden Templer ihre Siedlungen fluchtartig verlassen - Die meisten von ihnen werden durch die britischen Behörden nach Famagusta (Zypern) und von dort nach Deutschland oder Australien gebracht - Ältere, kranke und behinderte Personen erhalten im Hospiz der Borromäer-Schwestern in Jerusalem eine Aufnahme |
| 1949 |
(1. März) Die Kolonisten dürfen das Hospiz verlassen; einige kehren in ihre Siedlungen zurück |
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Wiedererscheinen der »Warte des Tempels« in Stuttgart |
| 1950 |
Die noch in Palästina verbliebenen Templer werden von den israelischen Behörden zum Verlassen des Landes aufgefordert; als einer der Letzten verlässt am 13. April der Tempelvorsteher Jerusalem mit Bestimmungsort Bentleigh (Australien) - 80 Jahre Wirksamkeit der Templer in Palästina sind zu Ende |
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(20. August) Die »Tempelgesellschaft Australien (Temple Society Australia)« (TSA) wird in Melbourne als selbständige Nachfolge-Organisation der Tempelgesellschaft in Palästina gegründet |
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Zu ihrem Vorsteher (Gebietsleiter) wird Dr. Richard Hoffmann gewählt |
| 1954 |
(27. November) In einer Mitgliederversammlung in Stuttgart geben sich die Templer in Deutschland unter der Bezeichnung »Tempelgesellschaft in Deutschland« (TGD) durch eine »Vorläufige Ordnung« eine neue Organisation |
| 1962 |
(1. Juni) In einem Staatsvertrag zwischen der Bundesrepublik Deutschland und Israel wird eine Regelung über die Entschädigung beschlagnahmten deutschen Vermögens in Palästina getroffen |
| 1967 |
(9. April) Einweihung des neu erbauten Gemeindehauses der Tempelgesellschaft in Deutschland in Stuttgart-Degerloch |
| 1970 |
Wiedereinführung des Tempelvorsteher-Amtes als Zeichen der Einheit von TGD und TSA - Zum ersten Amtsträger in der neuen Form wird Dr. Richard Hoffmann gewählt |
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Übergabe des Gebietsleiteramtes der TGD von Jon Hoffmann an seinen bisherigen Stellvertreter Hans Lange |
| 1973 |
Offizielle Eröffnung des »Templer Home for the Aged« (Templer-Altenheim) der TSA in Bayswater (Australien) |
| 1974 |
Feier zur Wiederinstandsetzung der alten Friedhöfe in Haifa und Jerusalem, nachdem die Toten der Friedhöfe Betlehem, Waldheim, Wilhelma und Sarona-Jaffa dorthin umgebettet worden waren |
| 1976 |
Beitritt der TGD zum »Bund für Freies Christentum« - Mitwirkung in dessen Vorstand - Einführung von Regionaltreffen des Bundes im Gemeindehaus der Templer |
| 1977 |
Eröffnung des »Lothar-Christmann-Hauses« in Stuttgart-Hoffeld, in dem die TGD Belegungsrechte für 10 Alten-Wohnplätze erworben hat |
| 1981 |
(29. November) Einweihung des »TABULAM Nursing Homes« (Pflegeheims) in Bayswater (Australien), einer Gemeinschaftsgründung von TSA und dem Deutsch-Australischem Hilfsverein, mit 30 Bettplätzen |
| 1983 |
Wahl von Peter Lange zum Gebietsleiter der TGD |
| 1988 |
Rücktritt von Dr. Richard Hoffmann vom Amt des Tempelvorstehers anlässlich seines 80. Geburtstages - Als sein Nachfolger wird von TSA und TGD Dietrich Ruff ins Amt berufen -Gebietsleiter der TSA wird Dr. Rolf Beilharz |
| 2000 |
(Februar) Vereinigung des Templer-Altenheims und des Pflegeheims Tabulam in Bayswater zu dem von TSA und AGWS gemeinsam betriebenen Altenfürsorge-Zentrum TTHA (Tabulam and Templer Homes for the Aged) |
| 2001 |
Wechsel im Amt des Tempelvorstehers: anstelle des ausscheidenden Dietrich Ruff wird Peter Lange in dieses Amt gewählt - Dr. Brigitte Hoffmann wird neue Gebietsleiterin der TGD |
| 2002 |
Eröffnung und Einweihung eines neuen Gemeindehauses in Bayswater (Community Chapel) |
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Erweiterung des Alten- und Pflegeheims TTHA (Tabulam and Templer Home for the Aged) um den »Otto-Löbert-Heim« |
| 2005 |
(30. September) Die TSA gibt sich nach längerer Vorbereitungszeit eine neue Verfassung (Auflösung der alten Gemeindestrukturen, Bildung von Arbeitsbereichen "Focus Groups", deren Leitungskreise selbständig entscheiden können, Entlastung der Gebietsleitung) |
| 2007 |
Anstelle des aus Altersgründen zurückgetretenen Peter Lange, Stuttgart, wird Dr. Rolf Beilharz, Melbourne, von den Leitungsgremien der Templer in Deutschland und Australien zum gemeinsamen Tempelvorsteher gewählt - Gebietsleiter der TGD wird Wolfgang Blaich |
| 2008 |
Erweiterung des Altenpflegeheims Tabulam in Bayswater durch das "Warrina-Heim" auf 120 Bettplätze |