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Treffpunkt - Gemeinde aktuell

Rückspiegel



Weihnachtsfeier

Wer die Vorbereitungsphase miterlebt hatte, kam aus dem Staunen nicht mehr heraus: war die diesjährige Weihnachtsfeier doch nicht von langer Hand geplant, sondern relativ kurzfristig von jungen Mitgliedern der Gemeinde konzipiert und gestaltet worden. Die räumliche Distanz der Akteure, aber wohl auch die übliche Zeitnot vor Weihnachten hatten dazu geführt, dass es keinen "Häuptling" gab, der Themen und einzelne Beiträge verteilte oder einforderte und ordnete, sondern viele "Indianer", die an einem bunten Teppich unterschiedlicher Stilelemente und Inhalte webten, der erst relativ spät fertig wurde. Schließlich stand das Oberthema "Schenken" fest, Weihnachtsfeierund Frieder Hammer, Marcel Henker und Felix Schreiber brachten mit eigenen Gedanken zum Ausdruck, wie sie Schenken und Beschenktwerden empfinden, wobei auch aus der Ferne übersandte Beiträge von Christine und Pedro Lourenzo vorgelesen wurden. Kritisch wurde übereinstimmend die weihnachtliche Hektik und der verbreitete Kaufrausch gesehen (festgemacht zum Beispiel an dem Werbeslogan "Weihnachten wird unterm Baum entschieden...").

Dennoch wurden dem Schenken auch positive Seiten abgewonnen: Wer sich intensiv überlegt, womit er jemandem eine Freude machen kann, wird sich in die Rolle des anderen hineinversetzen. Und ein Geschenk ist besonders gelungen, wenn der Beschenkte merkt, wieviel Mühe sich der Schenker gegeben hat, wenn er vielleicht liebevoll etwas gebastelt anstatt fertig gekauft hat, oder wenn er gar etwas geschenkt hat, was man gar nicht kaufen kann, zum Beispiel eigene Zeit, die man mit dem Beschenkten verbringen will. Großes Einvernehmen gab es unter den Mitwirkenden auch zu der Fragestellung, was ihnen Weihnachten bedeutet: In erster Linie Zusammensein in der Familie, Erleichterung und Entspannung nach der Hektik der Vorweihnachtszeit, Zeit für gute Gespräche, Muße zum Lesen oder Musikhören, einfach Ruhe zum Abschalten.Die teils provokanten, teils tiefsinnigen Beiträge der Jugendlichen wurden aufgelockert durch muntere bis nachdenklich stimmende Gedichte, die von Yanick und Jonathan Kloß sowie Kyra Christen und Josua Ferman-Müssig vorgetragen wurden. Überraschender Höhepunkt war eine "Aktion" der Kinder, Weihnachtsfeierdie im Anschluss an eine von Josephin vorgetragene Geschichte über das Schenken an die Anwesenden im Saal kleine Päckchen verteilten, die von Kerstin Kloß liebevoll vorbereitet worden waren. Der Inhalt (ein Teelicht, Tee und ein Lebkuchen sowie ein Blatt mit der Geschichte) spiegelte die Wurzelzwerg-Geschichte, in der diese Utensilien für richtige Weihnachtsstimmung sorgte. Unter den Anwesenden verteilt, sollen sie auch bei ihnen für die richtige Weihnachtsstimmung sorgen.

Die stimmungsvolle Weihnachtsfeier wurde musikalisch umrahmt durch das - man kann schon sagen: bewährte - Blockflötenensemble aus Plattenhardt, das durch Hiltraud Kratzert ergänzt wurde. Langanhaltender Beifall der mehr als 70 Zuhörer im vollbesetzten Saal waren der verdiente Lohn.

Wolfgang Blaich nutzte die Gelegenheit, um Peter Lange im Namen der Gebietsleitung sehr herzlich und mit einem Geschenk für seinen nimmermüden Einsatz bei der Erstellung der Festschrift zu danken - Wolfgang Struve, dem derselbe Dank gebührt, hatte leider nicht kommen können. Während noch die Kinder beschert wurden, begannen schon fleißige Hände damit, alle Gäste mit Glühwein, Punsch und Weihnachtsgebäck zu versorgen und bei gemütlichem Beisammensein klang der Abend aus.

Allen Mitwirkenden sei ein herzliches Wort des Dankes für die gelungene Weihnachtsfeier gesagt.

Jörg Klingbeil


Gemeindefreizeit auf der Burg Wildenstein

Vom 14. - 16. Oktober fand die Gemeindefreizeit auf der Burg Wildenstein statt. Die Burg liegt auf einem Felsen, umgeben vom romantischen und Millionen Jahre alten Donautal. An diesem durchweg sehr schönen Wochenende mit viel Sonnenschein waren am Samstag insgesamt 26 Erwachsene, 4 Kinder und ein Baby anwesend. Die Anreise am Freitag gestaltete sich, auf Grund der Verkehrslage für nicht alle Familien reibungslos. Am späteren Abend waren alle glücklich angekommen und trafen sich zu einem geselligen Beisammensein im Burgzimmer. Auch für die Spätankömmlinge wurde bestens gesorgt. Obwohl die Burgküche längst geschlossen war, bekam jeder noch ein stärkendes Vesper.
Gemeindefreizeit auf der Burg WildensteinGemeindefreizeit auf der Burg Wildenstein

Am Samstagmorgen ging es nach dem Frühstück auf den direkt an die Burg anliegenden Erlebnispfad. Verschiedene Stationen entlang des Weges erklärten uns den Wald, die dort lebenden Tiere und dort heimische Flora und Fauna. Wie schon traditionell ging es querfeldein, über Stock und Stein. Höhepunkte der Wanderung waren verschiedene Aussichtspunkte auf steil abfallenden Felsenvorsprüngen mit Blick auf die Burg Wildenstein und einem Blick über das beeindruckende Donautal. Der Rückweg zur Burg gestaltete sich als Herausforderung für Jung und Alt. Es ging kleine Pfade tief ins Tal hinab und ebenso steinige, steile Pfade zur Burg hinauf. Nach einer kleinen stärkenden Pause ging es am Nachmittag ins Freilichtmuseum Neuhausen ob Eck. Bei einer Führung wurde uns das Dorfleben im 19. und frühen 20. Jahrhundert dargestellt. Nach der Rückfahrt zur Burg nahmen wir ein gemeinsames Abendessen ein. Danach schlossen wir den erlebnisreichen Tag mit einem geselligen Abend.

Gemeindefreizeit auf der Burg Wildenstein

Am Sonntagmorgen, nach dem gemeinsamen Frühstück, fuhren wir ins nahe liegende Beuron. Dort spielten unsere Kinder und auch viele Erwachsene - bei eisigen Temperaturen - Minigolf. Eine große Freude für alle Spieler. Der Rest der Gruppe ging spazieren oder besichtigte Teile des dort liegenden Klosters Beuron. Zur Mittagszeit fuhren wir ein letztes Mal hoch zur Burg Wildenstein und nahmen ein gemeinsames Essen ein.

Gemeindefreizeit auf der Burg Wildenstein

Ein unvergessliches Wochenende mit vielen schönen Momenten ging zu Ende.

Patric Kleins


Dank für die Spuren Gottes

Diesem Leitwort des Sonntags wurde unser Templer-Dankfest am 25. September in verschiedenster Weise gerecht:

Zuerst mit dem Dank für die Gaben aus Feld und Garten, Dankfestdie die Grundlagen unseres Lebens ausmachen und uns in überreichlichem Maß zur Verfügung stehen, auch wenn wir sie selber nicht angepflanzt und geerntet haben. Um sie uns wieder ganz ins Bewusstsein zu rufen, hatten fleißige Hände die ganze Saalbühne im Gemeindehaus in ein buntes Schaufenster der Natur verwandelt. Den Spendern der Blumen und Erntefrüchte war es gelungen, uns die Vielartigkeit unseres Schmuck- und Nahrungsmittelangebots vor Augen zu führen.

Dann gab es Dank zu sagen für den Ehebund zwischen Slava und Jan Sandel, die im Rahmen der ganzen Gemeinde ihr Jawort für den gemeinsamen Weg durchs Leben besiegeln wollten. Karin Klingbeil gab ihnen in ihrer Ansprache unsere guten Wünsche mit auf diesen Weg und bat in ihrem Gebet um Gottes Segen und Beistand für das junge Paar.

Zuletzt galt unser Dank dem Schöpfer allen Seins für drei kleine Kinder, die ihren Eltern in den letzten Jahren geschenkt worden sind, Dankfestfür Sarah Klingbeil, Jeremia Sandel und Karl Thaler. Wolfgang Blaich zitierte Worte und Verse, die aussagten, dass diese Kinder ihren Eltern »zu treuen Händen« gegeben seien, nicht um sie zu formen, sondern um das tiefinnere Eigene aus ihnen wachsen und gedeihen zu lassen.

Es war ein schönes Fest, dieser Dankfest-Sonntag, der rund 80 Templer mit ihren Freunden und Verwandten zusammenbrachte. Ein rundum gelungenes Fest, das seine Wirkung nur durch den Einsatz vieler Aktiver aus der Gemeinde erzielt hat: mit der gefühlvoll und meisterlich vorgetragenen musikalischen Umrahmung durch Rumi und Irina Hornung; mit den ideenreichen Bastelarbeiten am Basartisch, mit dem Zeitvertreib für die anwesenden Kinder und mit der Zubereitung des gemeinsamen schmackhaften Mittagessens unserer bewährten Köchinnen Grid, Karin und Rumi. Für das Auftragen und Abräumen fanden sich erfreulich viele Helfer.

Unser Festtag war gesegnet von einem ruhigen, sonnigen Spätsommerwetter, das es ermöglichte, Dankfestdass die große Zahl an Teilnehmern nach der Feier im Saal nicht nur auf die Sitzgelegenheiten im Klubraum angewiesen waren, sondern die angenehme laue Luft an Tischen auf unserer Freiterrasse genießen konnten. Da dieses Jahr kein besonderes Nachmittagsprogramm vorgesehen war, verblieb der persönlichen Unterhaltung bei Kaffee und Kuchen angenehm viel Zeit. Die Anwesenheit entfernt wohnender Mitglieder und Freunde bewies ihre Verbundenheit mit den anderen auch über die Entfernungen hinweg.

Zusammengefasst möge der Beginn eines am Dankfest gemeinsam gesungenen Liedes als unsere Bitte für die vor uns liegende Zeit gelten: »Komm, Herr, segne uns, dass wir uns nicht trennen«. Lass jeden von uns die gespürte Dankbarkeit mit auf unseren Weg durch den Alltag nehmen.

Peter Lange

Die Dankfest-Spende ergab 413,50 €; wir haben sie an UNICEF für die Bekämpfung des Hungers in Ostafrika weitergeleitet.


Ferienlager Schluchsee/Seebrugg

Das diesjährige Jugendlager (30.7.-10.8.) führte die Teilnehmer tief in das Herz des Schwarzwaldes, genauer gesagt zum Schluchsee. Die Teilnehmerliste war groß, denn 11 Kinder und 2 Super-Betreuerinnen wollten sich auf den Weg in den Hochschwarzwald machen.

Die Teilnehmer waren: Gabriela und Gloria Grubert, Kyra Christen, Luisa Bommer, Cleo Fritz, Josephin Kloß, Lea und Josua Müssig-Ferman, Chris Keller, David Bruns, Jonathan und Yanick Kloß und unsere beiden Betreuerinnen: Natividad Müssig-Ferman und Kerstin Kloß.

Mit dieser großen Gruppe machten wir uns auf den Weg zum Schluchsee. Wir hatten10 Tage Zeit, den Schwarzwald zu erkunden. Nachdem wir einen wunderschönen Tag im Strandbad und einen vielleicht noch schöneren Tag im direkt am See gelegenen Freibad »Aqua Fun« mit viel Spaß (und leider auch Sonnenbrand) verbracht hatten, stand uns die Besteigung des Feldbergs bevor. Zusammen mit einem »Feldberg-Ranger« lernten wir viel über die Pflanzen und Tiere des Schwarzwalds und wie wir besonders die seltenen Arten schützen können. Besonders das Auerhuhn (männlich Auerhahn) hatte es allen angetan.

Am Ende des Tages bekamen wir alle unser Feldberg-Junior-Ranger-Abzeichen. Doch zuvor mussten wir eine Prüfung bestehen, die aus einem theoretischen Teil, einem kleinen Test über das Neugelernte und aus einem praktischen Teil bestand. Bei diesem Teil bestand die Aufgabe darin, in kleinen Gruppen ein Vogelhäuschen bzw. ein Insektenhotel zu bauen.

Nach diesem Tag fielen alle müde und erschöpft ins Bett. Doch alle freuten sich auf den nächsten Tag, denn ein Stadtbesuch stand auf dem Plan. Zielort war Freiburg. Vom Bahnhof aus machten wir uns auf den Weg in die Freiburger Innenstadt. Wir liefen an vielen kleinen Läden vorbei und jeder hatte Zeit, schon jetzt etwas von seinem Taschengeld auszugeben. Dann stand eine Führung im Freiburger Münster auf dem Plan, welches vor allem durch sein "löchriges" Turmdach einzigartig ist. Dieses einmalige Turmdach bewirkte, dass das Münster im zweiten Weltkrieg als eines der wenigen Gebäude Freiburgs fast vollständig erhalten blieb. Nachdem unser Wissenshunger gestillt worden war, fuhren wir zurück zur Juhe. Nach dem Abend-essen und der Schnecke legten sich alle schlafen.

Nach der üblichen Partie Minigolf stand die Umrundung des Schluchsees auf dem Plan. Vor allem Kerstin freute sich auf den "kleinen Spaziergang". Auf dem Weg gab es viel zu hören und zu sehen. Wir wanderten 11,5 km von unserer Jugendherberge in Seebrugg über den Staudamm nach Aha. Von dort aus fuhren wir mit dem Zug zurück zur Juhe. Das lange Wandern hatte an den Kräften gezehrt, und so schliefen wir bald ein. Am nächsten Tag ließen wir es ein wenig ruhiger angehen. Wir fuhren mit dem Dampfzug zum Titisee. Dort verbrachten wir die Zeit am See oder schauten uns in den von Touristen nur so wimmelnden Souvenirläden um. Auch am nächsten Tag konnten wir uns ausruhen. Wir malten, spielten oder bastelten in der Jugendherberge. Den Montag verbrachten wir in Hinterzarten.

Wir liefen einen Natur-Erlebnis-Pfad, bei dem wir an vielen Stationen eine ganze Menge Spaß hatten. Doch da das Wetter nicht so gut war, fuhren wir, nachdem wir die Skisprungschanze bestaunt hatten, zurück zum Schluchsee. Die Schnecke machten wir heute ausnahmsweise vor dem Abendessen, da wir danach noch ins Kino gehen wollten. Wir schauten uns den Film »Der Zoowärter« an, der alle zum Lachen brachte.

Am nächsten und letzten Tag war das Highlight der Freizeit geplant: Der Besuch beim Galaxy Schwarzwald Badeparadies mit 18 High-tech Rutschen wie X-tube oder Crazy Viper und Wellenbad. Als wir wieder in Schluchsee angekommen waren, gönnte sich jeder ein Eis, auf das er sich schon lange gefreut hatte. Wir verbrachten den restlichen Nachmittag auf dem Spielplatz und fuhren dann mit der Bahn wieder zurück zur Juhe. Nachdem wir uns gestärkt hatten, trafen sich alle zur Riesen-Abschieds-Schnecke, aus der Josua als Sieger hervorging.

Danach ließen wir uns glücklich und zufrieden in unsere Betten fallen. Am nächsten Tag packten wir unsere Sachen und kehrten unsere Zimmer aus. Nachdem wir uns voneinander verabschiedet hatten, machten wir uns auf den Weg nach Hause.

Yanick Kloß

Dass das diesjährige Ferienlager ereignisreich war und gut ankam, ist das Verdienst der beiden Betreuerinnen, denen wir sehr herzlich für ihren Einsatz danken!


150 Jahre Tempelgesellschaft

Nachdem unser Jubiläumswochenende einen guten Verlauf genommen hat und wir erfreut insgesamt etwa 150 Gäste haben begrüßen dürfen, möchte ich an dieser Stelle all jenen ganz herzlich danken, ohne die dieses Fest nicht so ausgefallen wäre, wie wir es begehen konnten:

Angefangen hat es mit der Suche nach dem geeigneten "Austragungsort". Wolfgang Blaich hatte die Idee, für unseren Festgottesdienst den Saal im Landschloss Korntal zu wählen und führte alle Vorgespräche mit dem Haus. 150 Jahre TempelgesellschaftAußerdem arbeitete er einen ersten Vorschlag des Festprogramms aus, das mit nur kleinen Änderungen den Rahmen für unser Fest bildete - fragte "unsere" Profimusiker für die musikalische Begleitung und ein Konzert an, sowie Herrn Rolf Scheffbuch für eine Führung in Korntal und übernahm den Festgottesdienst am Sonntag.

Peter Lange übernahm den Festvortrag am Samstag und die Vorbereitung der Ausstellung über "150 Jahre Gemeindeleben", bei der ihm Brigitte Kneher tatkräftig unterstützte. Zu unserer großen Freude sagte Dr. Jakob Eisler ebenfalls einen Vortrag mit Bildern zu, und, als er von der Planung einer Ausstellung erfuhr, die Mithilfe des Landeskirchlichen Archivs. Diese fiel dann so umfangreich aus, dass wir eine professionell gestaltete Ausstellung nicht nur mit Bildern, historischen und solchen vom Gemeindeleben hier und in Australien, sondern auch mit drei Vitrinen mit Dokumenten, Schrifttum und Gegenständen präsentieren konnten.

Jörg Klingbeil kümmerte sich um die Gästeliste, um die Einladungen und die Gestaltung derselben - allerdings vermochte er nur die erste Idee der Gestaltungzu liefern; für die Ausführung des Einladungsfolders, der Plakate, des Konzertprogramms und der Bildvorlage für das Liedblatt für den Sonntag sind wir Wolfgang Struve zutiefst dankbar - als unser "Haus- und Hofgrafiker" erstellt er nicht nur Monat für Monat das Layout für die »Warte«, sondern reagiert wie elektrisiert, wann immer das Wort "...schrift" fällt.

Der Festakt begann mit der Begrüßung durch Jörg Klingbeil und den Grußworten der Bezirksvorsteherin Frau Kunath-Scheffold, 150 Jahre Tempelgesellschaftvon Dr. Andreas Rössler für den Bund für Freies Christentum, Frau Dr. Haleh Sabet vom Nationalen Geistigen Rat der Bahai in Deutschland und von unserem Tempelvorsteher Dr. Rolf Beilharz, der zu diesem Anlass mit seiner Frau Vyrna aus Australien gekommen ist. Alle betonten die herzliche Verbundenheit mit der Tempelgesellschaft.

Für den Sektempfang war sofort Gridle Lange bereit, ihre Kreativität in bunten Häppchen, besser gesagt Canapés, auszuleben. Für die Snacks wurde außerdem in den Küchen von Norle Henker, Anne Ramsayer, Kerstin Kloß, Roswitha Wessner und Klingbeils gewirkt, und über diese hinaus fanden sich am Samstag spontan in der Küche und an der Sektbar zur Hilfe ein Uta Bachmann, Christine Klingbeil, Hiltraud Kratzert, Helga Krügler, und Tim Schleusener.

Das Konzert war ein Traum; nachdem uns Henriette Blaich, Irina Hornung und Stephen Blaich schon während des Festakts durch drei Sätze aus einer Triosonate von G.F. Händel erfreut hatten, gestaltete Rumi Hornung als Vierte im Bunde das abendliche Festkonzert und die Musik während des Gottesdienstes am Sonntag mit. Dass wir solche gleichermaßen temperament- wie gefühlvolle Profi-Musiker in unseren Reihen haben, die immer bereit sind, Feierstunden mit wunderbarer Musik zu verschönern, ist Anlass für große Dankbarkeit.

Weiter ging es am Sonntag mit dem Festgottesdienst, für den Wolfgang Blaich vier junge Mitglieder zur Mitgestaltung animieren konnte: Christine Klingbeil, Inga Reck, Marcel Henker und Pedro Lourenzo. Ihre Beiträge zum Thema "Lebendige Bausteine" zeigten auf sehr persönliche Weise, was sie zum Thema "Bau am Tempel" zu sagen hatten.

Jubiläums-Saal

Die Führung durch Korntal durch den ehemaligen Prälaten von Ulm, Pfarrer im Ruhestand Rolf Scheffbuch, war ein Genuss - nicht nur, weil er ein enormes Wissen über die Geschichte und die Einrichtungen der Brüdergemeinde Korntal besitzt, sondern weil er außerdem versteht, es auf humorige Weise darzustellen. Die eineinhalb Stunden vergingen wie im Flug.

Nach dem schmackhaften Mittagessen, das uns zügig und professionell serviert wurde, begann das "Bunte Programm" mit dem Grußwort von Winfried Beilharz, Mitglied von Gebietsleitung und Ältestenkreis der TSA, der uns Grüße und gute Wünsche überbrachte. Dr. Brigitte Hoffmann klärte uns über die Verbindung zwischen der Brüdergemeinde Korntal und der Tempelgesellschaft auf - besonders darüber, was heute noch auf diese Verbindung zurückgeht und was sich bei uns verändert hat. Melanie Henker beschloss das bunte Programm mit ihrem sehr unterhaltsamen Bild-Bericht über ihren Jugendaustausch mit der TSA, kombiniert mit einem Praktikum im TTHA. Währenddessen war bereits Kaffee- und Kuchenhunger ausgebrochen und so war dann noch Zeit für persönliche Gespräche mit Leuten, die man sonst nicht so häufig sieht.

Ich möchte meine Danksagung an alle oben aufgeführten Mitgestalter an diesem Jubiläumsfest nicht beschließen, ohne unsere professionellen "Dokumentierer" zu nennen, die sich sofort bereit erklärten, das ganze abwechslungsreiche Geschehen der beiden Tage in Wort und Bild festzuhalten: Woldemar Pankratz und Bernd Widmer. Wir werden einen Weg finden, allen Interessierten einen Zugang zu diesen Bildern zu ermöglichen.

Wer von den Teilnehmern gern einen Kommentar zum Jubiläum äußern möchte, ist herzlich eingeladen, das zu tun - vielleicht stellen wir eine Festschrift zusammen, in der Rückblicke auf den einen oder anderen Veranstaltungspunkt oder auch allgemeine Kommentare Platz finden würden - zur Erinnerung an dieses denkwürdige Jubiläum.

Dass dieser Beitrag so lang geworden ist, zeigt nur, wie viele Mitglieder und Freunde bei der Vorbereitung und Durchführung dieses vielseitigen Festes mitgewirkt haben. Dabei konnte ich gar nicht alle erwähnen, die die Technik bedienten und von sich aus angepackt haben, wo sie die Notwendigkeit sahen. Darauf können wir stolz sein und sehr dankbar.

Karin Klingbeil

Das 150er Jubiläum in Bildern


Wochenendseminar - Was bedeutet mir Religion?

Knapp 25 Teilnehmer fanden sich am Freitagabend im Haus Schönblick ein und wurden erst einmal mit einem Abendessen willkommen geheißen. Aber auch die Nachzügler, die es nicht rechtzeitig zur Zimmervergabe geschafft hatten, mussten nicht hungern, da das christliche Erholungsheim noch ein kaltes Buffet bereitgestellt hatte.

Gegen 20 Uhr kamen die Teilnehmer im Seminarraum zusammen und besprachen die Reihenfolge der Fragen, die zum Thema vorgeschlagen worden waren. Die Erfahrung aus vorangegangenen Seminaren hatte gezeigt, dass dies sehr nützlich ist, um die Themen mit dem größten Interesse vorrangig zu behandeln, da selten alle Fragen komplett bearbeitet wurden.

Anschließend gab es ein gemütliches Beisammensein, bei dem schon vereinzelte Diskussionen oder einfach nur nette Gespräche geführt wurden.

Nach dem Frühstück am Samstag morgen waren auch die Tagesgäste angekommen und das Seminar startete mit einem sehr informativen Vortrag von Martin Schreiber zum Thema: «Warum beschäftigt sich der Mensch mit Religion?« Der Vortrag beinhaltete eine Momentaufnahme des Glaubens, ausgehend von einer Umfrage unter seinen Studenten in Hessen und in Thüringen, und ging auf die Frage ein, warum sich Menschen Religion schaffen. Ferner wurden verschiedene Konzeptionen von »Sozialen Rollen« erläutert und bewertet.

Gewappnet mit dieser informativen Grundlage ging es dann in folgender Reihenfolge an die Fragen:

1. Brauche ich eine Gemeinschaft (über die Familie hinaus)? Eine religiöse Gemeinschaft? Wo liegt der Unterschied?

2. Sehe ich in meinem Leben eine göttliche Führung?

3. Was bedeutet mir ewiges Leben?

4. Inwiefern ist mein ethisches Verhalten durch Religion bestimmt?

5. Sehe ich ein Wirken Gottes in der Welt? Auf welche Weise? Wie ist mein Gottesbild?

6. Wie stehe ich zu übersinnlichen, mystischen Erfahrungen? Zu göttlichen Offenbarungen?

7. Was bedeutet mir das Gebet?

Die überaus interessanten Beiträge der Teilnehmer wurden nur durch das Mittagessen, einer Führung im Heilig-Kreuz Münster und in der Johanniskirche von Schwäbisch Gmünd sowie einer Kaffeepause unterbrochen.

Nach dem Abendessen war die Zeit zur freien Verfügung, was einige für einen Spaziergang oder für eine kleine Ruhephase nutzten.

Am Abend kamen die Teilnehmer im Seminarraum zusammen und der Vorabend wurde in punkto Geselligkeit, Heiterkeit und netten Gesprächen deutlich überboten.

Nach dem Frühstück am Sonntag wurde eine Andacht durch Karin Klingbeil abgehalten, und nach einer kleinen Pause führten wir die angeregten Gespräche zum Thema fort.

Erstaunlicherweise kamen wir mit den Themen so gut voran, dass wir kurz vor dem abschließenden Mittagessen noch das letzte Thema anreißen konnten.

Die Zusammenfassung brachte unter anderem die Frage ins Gespräch, ob es des äußerlichen Konstruktes der Religion bedarf, um sich ethisch korrekt zu verhalten.

Aber das ist wohl Thema eines anderen Seminars ...

Großer Dank gilt allen an der Organisation dieses sehr schönen Wochenendes Beteiligten und dem sehr freundlichen Personal des Hauses Schönblick.

P.S.: Als Nordlicht sollte man immer eine Tube Remoulade mit nach Baden-Württemberg nehmen. Es könnte Backfisch geben!

Pedro Lourenzo

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