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Jugendecke


Ankündigungen

Rückblick auf 2009

Sommerferienlager auf Schloss Ortenberg

Schon jetzt wollen wir auf das Ferienlager im Sommer hinweisen: es wird vom 31. Juli - 11. August stattfinden und wir freuen uns, eine so attraktive Unterkunft wie das Schloss Ortenberg dafür bekommen zu haben.
Jugendherberge Schloss Ortenberg

In der Rebgemeinde Ortenberg liegt eines der Wahrzeichen der Ortenau: das badische Märchenschloss, Schloss Ortenberg. 1167 wurde es erstmals urkundlich erwähnt. 1678 zerstört, wurde das Schloss erst im 19. Jahrhundert im neugotischen Stil am Eingang des romantischen Kinzigtals wieder aufgebaut - es ist also ein wahrhaft historisches Gemäuer! Wer sich schon einmal informieren möchte, was in der herrlichen Landschaft zwischen Oberrhein und Schwarzwald alles unternommen werden kann und wie es dort so aussieht, kann dies hier schon einmal vorab tun.

Wer sich schon für die Teilnahme entscheiden konnte, gibt uns im Verwaltungsbüro bitte so bald wie möglich Bescheid! Durch den kräftigen Zuschuss der TG soll dieser Ferienaufenthalt für alle erschwinglich werden (rund 130 Euro pro Kind für die 12 Tage). Wir bitten um baldige Anmeldung, spätestens aber bis 15. Juni.

Für alle etwas älteren Semester, die aber jung geblieben sind: im letzten Jahr verbrachten auch einige ehemalige Ferienlager-Teilnehmer ein (verlängertes) Wochenende zusammen mit der Ferienlager-Truppe. Das hat allen großen Spaß gemacht, und so ist die Idee aufgekommen, dieses Angebot auch in diesem Jahr zu wiederholen. Das komplette Wochenende wäre das vom 6. bis zum 8. Juli; wer von den "Ehemaligen" sich ein Wochenende auf der Burg vorstellen könnte, möge sich bitte melden, damit Unterbringung und eventuell auch Transport organisiert werden kann. Möglichkeiten zur Freizeitgestaltung gibt es genug!

Karin Klingbeil


Sommerferienlager - Es führt über den Main eine Brücke aus Stein...

Eigentlich hatte ich eine lange Fahrradtour für den August geplant, die aber ins Wasser fiel. Karin Klingbeil fragte mich, ob ich nicht für eine Ferienlagerbetreuung einspringen könnte Sommerferienlagerfür eine Woche auf Burg Rothenfels. Die australische Betreuerin würde nach der ersten Woche zurückfliegen.

Ich sagte nach meiner geplatzten Radtour zu und begann mich aufs Ferienlager zu freuen. Auf der Zugfahrt durch den einsamen Spessart konnte ich schon einen Eindruck gewinnen von der waldigen Mittelgebirgslandschaft. Die Australier sah ich noch kurz am Zug, bevor sie zum Flughafen fuhren und ich von Jörg Struve zur Jugendherberge in der Burg gefahren wurde.

Auf einer Höhe über dem Main thront die Burg Rothenfels mit ihrem Bergfried. In gemütlichen Kemenaten im Inneren waren wir untergebracht und in einem alten Rittersaal nahmen wir die Mahlzeiten zu uns.

Wir waren zusammen neun, die Jüngsten sind nach den Sommerferien in die 5. Klasse gekommen, der schon allein durch schiere Körpergröße über allem stehende Älteste war schon 15 Jahre alt. Doch das schien gut zu funktionieren. Jeder hatte seine Interessen und kam auch ganz gut auf seine Kosten: An der Burg ist ein schön gelegener großer Fußballplatz, wo Jungs und auch Mädchen gerne waren, Sommerferienlagerund auf der Fahrt nach Würzburg wurden in der prächtigen Residenz Prinzessinnenträume erfüllt: weil die großen Mädchen beide gern Medizin studieren würden, wurde sogar das Zimmerchen besucht, in dem Röntgen die berühmten Strahlen entdeckt haben soll.

Zunächst war ich ganz schön erstaunt, weil alle so lieb und gut erzogen waren. Sie hielten den anderen die Tür auf, sagten "danke", schauten links und rechts, bevor sie eine Kreuzung überquerten. Am Essenstisch oder an der Bushaltestelle führten sie auch mal Gespräche über ihre Vorstellungen von Gott oder Schönheit. Und so komplizierte Begriffe wie "spießig" wurden mir auch gut erklärt: "Das sind die, die sich nur um ihr eigenes Leben kümmern."

Mit Lunchpaket im Rucksack gingen sie mit uns auf längere Wanderungen, überquerten Bäche, badeten teilweise sogar in eiskaltem Wasser, spielten meist einträchtig abends Fußball.

Jonny weiß von sich: »Ich werde nie krank, wenn ich nasse Sachen an lasse.« Das habe ich auch immer gesagt. Zum ersten Mal war ich es, die überzeugen musste. Man wird krank, wenn man die Badesachen anlässt! Oh, mir fehlt es noch an Überzeugungskraft! Jörg war da, angenehm ruhig und so Ferienlager-erprobt, sorgte er dafür, dass ich mich nicht überfordert fühlte und es nicht zu dramatisch wurde, wenn es Streit gab, jemand nie bei der Schnecke gewann oder Heimweh hatte.

Es war mein erstes Ferienlager, das ich mit leiten durfte und bisher war es fast das lustigste und entspannteste für mich!

Hanna Thaler


Ausflug in den Kletterpark

Am Sonntag, 5. Juli, starteten wir mit Timon und Christl Hänel und 8 Kindern unterschiedlichen Alters (8 bis 16) in Richtung Schloss Lichtenstein und dem in der Nähe gelegenen Kletterpark - das war ein toller Kletterkurs auf hohen Seilen, mit acht verschiedenen Stationen, die jeweils über vier oder fünf "Brücken" mit ansteigendem Schwierigkeitsgrad zu überqueren waren.

Als wir hinkamen, schien die Sonne noch, doch schon, während wir noch Schlange standen, um unsere Ausrüstung zu erhalten, verdunkelte sich der Himmel und es begann zu regnen. Ausflug in den KletterparkWir warteten den ersten Schauer ab und fragten uns, ob wir wohl direkt von den Baumwipfel-Plattformen herunterrutschen würden - aber wir durften weitermachen (wir nahmen an, dass die Helfer wussten, wovon sie redeten!).

Nachdem wir die Ausrüstung erhalten hatten - Klettergeschirr, Helm und besonders cool aussehender Schal -, bekamen wir die Erklärungen, wie man sicher klettert und wie man sich überhaupt verhält. Kate und ich erhielten diese Instruktionen auf englisch - was für ein Privileg! In kleinen Gruppen je 3 Personen bekamen wir schließlich die Erlaubnis, aufzusteigen. Kate, Lisa und ich wählten unsere erste "Brücke" und los ging's. Dass Kate und Lisa weg waren wie die Raketen, während ich mich wackelig über die Seile vorwärts bewegte, mich an meine Karabiner-Seile klammerte und möglichst nicht nach unten schaute, brauche ich wohl kaum zu sagen. Ich war gerade auf der Hälfte, als der Helfer auf der Plattform hinter mir rief: »Alle abseilen, es kommt ein Gewitter!« - Das waren genau die Worte, die man hören möchte, wenn man sich in der luftigen Höhe von 4 Metern über dem Boden befindet!

Unglücklicherweise war das dann auch das Ende dieser Unternehmung. Jeder musste den Kurs verlassen, weil das Gewitter hereinbrach - insgesamt hatten wir wohl gerade mal 20 Minuten Zeit gehabt zu klettern.

Doch nun trat - nach echter Templer-Tradition - Plan B in Kraft: Mittagessen und ein Gang durch die Nebelhöhle, an der wir auf dem Weg zum Kletterpark schon vorbei gekommen waren. So hatten wir an dem Tag viel Spaß; das Mittagessen hat sehr gut geschmeckt, die Höhle war wirklich sehr eindrucksvoll und natürlich war unsere Gruppe toll - wir lernten Templer-Kinder kennen, von denen etliche in ein paar Wochen mit ins Ferienlager kommen werden. Kate und ich hatten unseren Spaß, auf deutsch/englisch mit den Kindern zu schwätzen. Ein großes Dankeschön an Timon und Christel für die Organisation dieses Tages und unseren Transport - und für die Beantwortung aller unserer Fragen!

Susi und Kate Blackwell

Am Sonntag, dem 5. Juli, wollten wir zu dem Kletterpark auf dem Lichtenstein. Wir hatten auch schon die Klettereinweisung bekommen, als ein Gewitter aufkam. Zuerst warteten wir und gingen zu einer kleinen Wirtschaft; da diese so voll war und das Wetter nicht besser werden wollte, machten wir uns auf den Weg zur Nebelhöhle. Dort aßen wir dann auch. Nach dem Essen stiegen wir in die Höhle. Dort war es kalt und riesige Tropfsteine hingen von der Decke. Nun hatte der Tag doch noch ein schönes Ende genommen! Ich freue mich auch schon auf den nächsten Ausflug mit der Tempelgesellschaft.

Kyra Christen

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